Hintergrundinformationen zur Stellplatzsuche 

Angebot Nr. 1 war ein Platz vor dem Inselmarkt, der auch perfekt gewesen wäre. Leider hat sich später heraus gestellt, dass sich die Anschlüsse für Strom und Abwasser am hinteren Ende des Marktes befinden. Es wäre zwar möglich gewesen die Leitungen zu verlegen, die Kosten hierfür hätten aber bei ca. 4000€ gelegen, was zwei Drittel mehr war als geplant. Dreifach so hohe Kosten für einen Kostenfaktor ist für ein Eine-Frau-Unternehmen leider nicht zu stemmen, wenn man bedenkt, dass es am Ende immer noch ungeplante Mehrkosten gibt. Der Inselmarkt konnte/wollte mir was die Kosten angeht nicht entgegenkommen, das heißt ich hätte die Kosten alleine tragen müssen, die Anschlüsse hätten aber dauerhaft dort gelegen.



Mit Aussicht auf einen neuen Platz oberhalb des Cobigolfoplatzes habe ich daraufhin den Stellplatz vorm Inselmarkt abgesagt. Leider hat der Verpächter von Stellplatz Nr. 2 mir später ohne Angabe von Gründen abgesagt. Eine erneute Anfrage meinerseits für den Stellplatz vorm Inselmarkt wurde ebenfalls abgelehnt. Seitdem bin ich wieder auf der Suche. Im Nachhinein war es ein Fehler den Platz vorm Inselmarkt abzusagen, allerdings ist es auch nicht so einfach weitere 3000-4000€ zu generieren, wenn bereits ein Kredit von 25.000€ aufgenommen ist. Wer noch nie eine Fehlentscheidung getroffen hat, möge hier den ersten Stein werfen....

Eine weitere Schwierigkeit kam hinzu, als die Nachricht vom Bauamt in Aurich kam, dass mein Wagen baurechtlich als Gebäude bewertet wird, da er einen festen Standort haben soll. Das hat zur Folge, dass er nur auf Bauland stehen darf. Das wurde vorher so nicht kommuniziert. Dieser Faktor erschwert die Suche ungemein und deshalb brauche ich die Unterstützung der Gemeinde. Grundsätzlich wird neben den Vorgaben laut NbauO besonders die Bewertung der Gemeinde in eine Entscheidung mit einbezogen, so die Aussage vom Bauamt in Aurich. Dass es grundsätzlich Möglichkeiten gibt, Wege zu finden so ein Projekt umzusetzen, Baurecht hin oder her, zeigt insbesondere das Beispiel Steimers Strandbar auf Juist.


Auch auf Baltrum gibt es Beispiele, dass es eine Möglichkeit geben muss, solche Projekte umzusetzen (Sonnenuntergangsbude, Kajakverleih mit Bar am Strand und Wagen auf der Terrasse des Strandcafes – alle stehen fest an einem Standort und nicht auf Bauland). Ich möchte betonen, dass es mir nicht darum geht die bestehenden Institutionen in Frage zu stellen! Ich möchte lediglich aufzeigen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nur der Wille ist in meinem Fall (noch) nicht gegeben. Es hilft leider nicht nur die Hand dafür zu heben und nicht grundsätzlich dagegen zu sein. Wenn so ein Projekt auf der Insel verwirklicht werden soll, braucht es den nötigen Einsatz von Seiten der Gemeinde.